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Ich nannte ihn Krawatte: Roman Wer in einem Lachen nichts anderes als ein Lachen h rt, der ist taubIst es Zufall oder eine Entscheidung Auf einer Parkbank begegnen sich zwei Menschen Der eine alt, der andere jung, zwei aus dem Rahmen Gefallene Jeder auf seine Weise, beide radikal, verweigern sie sich der Norm Erst einem fremden Gegen ber erz hlen sie nach und nach ihr Leben und setzen z gernd wieder einen Fu auf die Erde Milena Michiko Fla ars Parkbank befindet sich in Japan und k nnte doch ebenso gut anderswo in der westlichen Welt stehen Dieser Roman stellt der Angst vor allem, was aus der Norm f llt, die M glichkeit von N he entgegen sowie die archaische Kraft der Verweigerung Wir sollten das Buch f r die Schule besorgen Ich war erst skeptisch und erwartete nicht viel vom Buch Meine Meinung nderte sich aber recht schnell nach ein paar Seiten Es ist ein so tolles Buch Wunderbar geschrieben und berbracht Die Nachricht und die Probleme die das Buch anspricht sind sehr realistisch und nachvollziehbar Ein sehr gut gelungenes Buch und sehr empfehlenswert Am Beispiel der beiden gegens tzlichen Protagonisten beschreibt diese noch junge Autorin eine ganze Gesellschaft und ihren Alltag hinsichtlich Ursachen, Verflechtungen und Folgen Es spielt keine Rolle, ob die Geschichte in einer anderen Kultur spielt, ob das Ausbrechen der Hauptpersonen selbst gew hlt oder von au en bestimmt ist und wie unterschiedlich die Situation f r beide aufgel st wird Allein die genaue Beschreibung des Erlebens und Lebens in dieser modernen Gesellschaft f r den Einzelnen, der nicht immer begeistert daran teilnehmen kann, berzeugt den Leser, und das ohne richtige Nebens tze Die Sprache ist genau, aber knapp und treffend Das Buch zwingt dem Leser seine Langsamkeit auf und l sst ihn so innehalten und ber sich selbst und seine eigene Situation nachdenken Und das geschieht ohne erhobenen Zeigefinger und ohne sich aufdr ngende L sungsvorschl ge Und auch ohne hnlichkeit mit Kirschbl ten Hanami und seinen Klischees Wer sich auf dieses Buch einl sst, wird mit dem Thema der Zur ckgezogenheit junger Japaner konfrontiert, die hier schlicht Hikikomori genannt werden Die 1980 geb Autorin, beschreibt darin ein japanisches Ph nomen, dass sich n mlich junge Menschen dem Leistungsdruck der Gesellschaft nicht aussetzen wollen oder k nnen, und daf r die Selbstisolation in Kauf nehmen Flasar bearbeitet hier ein St ck Gesellschaft, das vor der harten Realit t des Leistungsdrucks nicht zu bestehen scheint Zum Anderen, stellt sich die Frage, wie geht diese Autorin mit diesem Thema um, wie verarbeitet sie es und was f r ein Ton h ren wir in diesem Roman Eine leise Melancholie durchstr mt diese Geschichte, die bedr ckend und beklemmend von mir empfunden wurde, an machen Stellen sogar deprimierend Doch bei so einem ernsten Thema, d rfte das kaum verwundern, f r eine Schriftstellerin, stelle ich mir das nicht einfach vor.Flasar schreibt manchmal in R tseln, manchmal poetisch, experimentiert mit Sprache, das manchmal gelungen scheint, manchmal nicht Schreibt S tze, die keine wirklichen S tze sind, ohne dass man ihr b se w re Manchmal sind es nur 1 oder 2 Worte, als ob es einfach zum gesamten Plot so passen w rde Die Verwendung japanischer Ausdr cke haben hier ihren ganz eigenen Reiz Man hat den Eindruck, dass hier mit usserster Sorgfalt mit Sprache umgegangen wird, unm glich so ein Werk einfach runter zu lesen Ich musste regelrecht mein Lesetempo vermindern, um noch der Sorgfalt an Sprache beim Lesen berhaupt noch gerecht zu werden Trotz grossem Talent, hat mich dieses Buch nicht 100%ig berzeugt Die Frage ist, ob man als Leser die melancholischen Ton gerne hat, gerne liest, und einen die Note an Bedr cktheit aush lt, oder eben seine M he damit hat.Auf Seite 29 stellt sich der Ich Erz hler Taguchi Hiro vor Er ist zwanzig Jahre alt und hat 2 Jahre lang geschwiegen Er ist ein Hikikomori Ein Hikikomori, ist ein Mensch, der sich weigert, das Haus der Eltern zu verlassen, sich einschliesst, und den Kontakt zur Familie auf ein Minimum reduziert Einer Arbeit oder einem Schulbesuch wird nicht mehr nachgegangen Manchmal kann die Dauer bis zu f nfzehn Jahre gehen, wo sich diese Menschen isolieren Lt einer Sch tzung leben in Japan zwischen 100 000 und 300 000 Hikikomoris Sein Pendant ist achtundf nfzig Jahre alt, sein Name Ohara Tetsu Er ist ein Salaryman lt Index in Anhang bezeichnet man so in Japan m nnliche Firmenangestellte Sie treffen sich auf einer Parkbank, wo sie mit einander ins Gespr ch kommen Tetsu hat sein Arbeit verloren, ohne es seiner Frau zu erz hlen, die ihm schon seit 33 Jahren, sein geliebtes Bento zum Mittagessen zubereitet.Ein gescheiterter Arbeitnehmer und ein isolierter junger Mann, beginnen einander kennenzulernen, sich anzun hern und von sich und ihrer Lebensgeschichte zu erz hlen, also ob sie sich gegenseitig dadurch unterst tzen k nnten Spannende Komposition Flasar gibt dabei einen einf hlsamen Einblick in beider Welten, die etwas gemeinsam haben, beide verheimlichen, beide sch men sich ihrer selbst, beide leiden sie im stillen Zur ckhalten, im sich Zusammennehmen, beide erleben auf ihre ganz eigenen Art Isolation, Eingegrenztheit, Verheimlichung, das verinnerlichte Verbot, sich zuzutrauen zu d rfen, oder sich nicht zuzumuten Beide sind auf ihre ganz eigene Art und Weise in sich ihr eigener Gefangener Werden Sie aus ihrer Isolation ausbrechen k nnen, sind sie imstande ein neues Leben zu beginnen Eine Geschichte um Verluste und dem nichtbaren Neuen, das ein stiller Hoffnungstr ger zu sein scheint.Auch wenn dieses Buch etwas Bedr ckendes hat, etwas v llig Unfreies, so vermag es trotzdem an so mancher Stelle zu ber hren Schon alleine dadurch, dass sich die Autorin an ein so heikles Thema heran wagt Aber auch durch die Sprache, die sie versucht, gibt sie der Realit t nochmal eine ganz neue und andere Dimension, die man erst einmal auf sich wirken lassen muss, die man h ren will, die man in sich aufnehmen will, selbst wenn sie etwas Schweres, Stilles, Trauerpoetisches, Melancholisches in sich birgt Selbst die Hoffnung scheint hier zu verstummen Stille Masken schreien danach, von Gesichtern gerissen zu werden Unterdr ckte Wahrheiten, die sich verzweifelt den Weg an die Oberfl che des Mitteilens suchen Das Erstaunliche ist, dass man es trotzdem gerne liest Flasar hebt hier wohl etwas Verschwiegenes aus der Versenkung, dass den Leser nachdenklich machen kann, ber hren kann, selbst wenn er dadurch pers nlich nie betroffen ist Eine Geschichte, die ein stilles unterdr cktes Leben beschreibt Nat rlich schafft die Autorin eine Art Br cke zwischen Europ ern und jenen Japanern, die uns oftmals fremd erscheinen, oder wir keinen wirklichen Zugang zu diesem Volk empfinden Hier haben wir die M glichkeit, einen Einblick in die japanische Mentalit t zu bekommen Flasars Lekt re macht betroffen und das ist gut so Dieses Buch ist wie eine gl hende Kohle, die noch einem nachgl ht, auch wenn man das Buch schon l ngst aus der Hand gelegt hatLesenswert und Traurigsch n.

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